Auf die eigene Sicherheit achten

Servus meine kleinen Weltenbummler,

nächstes Jahr habe ich geplant, nach Kapstadt zu fliegen – und da mir gleich eine ganze Front an Kommentaren a la „da ist es doch so gefährlich, willst du da wirklich hin?“ kam, habe ich mich entschieden, zu diesem Thema einen Beitrag zu schreiben.

1.  Wie gefährlich ist es, zu verreisen?

Raubüberfälle und Morde werden gern in den Medien hochgepusht. Leider heißt das aber auch, dass diese mehr im Blickpunkt sind als der normale Alltag.

Wer natürlich in den Irak oder nach Syrien reist, der sollte sich nicht wundern, wenn wirklich etwas passiert. Manche Städte, wie in meinem Fall Kapstadt, sind eher in den Townships / Ghettos gefährlich, innerhalb der Stadt ordne ich diese südafrikanische Stadt als genauso gefährlich ein wie jede europäische Großstadt.

Auch in Deutschland gibt es gewalttätige Raubüberfälle, Diebstähle und Vergewaltigungen. Frankfurt und Berlin sind bekannt für eine sehr große Drogenszene, die Eisenbahnstraße in Leipzig ist stellenweiser fast schon als rechtsfreier Raum zu bezeichnen und München bekleckert sich mit dem Rang Nummer 1 der Drogentoten im Jahr 2016 auch nicht mit Ruhm.

In Städten wie Prag und Rom ist es nicht unüblich, Opfer eines Diebstahl-Delikts zu werden, wenn man nicht auf seine Wertsachen achtet. In Prag ist besonders die Karlsbrücke ein Ort, an dem entsprechende Taten stattfinden.

„Aber… der Terror?“

Der Terror kann genauso in euer Heimat stattfinden – reicht das euch als Antwort?

2. Kann ich mich schützen?

Ja, man kann sich schützen. Nicht allerdings mit Schutzweste und haufenweise technischem Krimskrams, sondern indem man

a) in der Dunkelheit einsame Ecken und dunkle Gassen meidet

Wer nachts in unbelebten Gefilden umherstreift und nicht dort, wo auch „normale“ Leute rumlaufen, der braucht sich nicht wundern, wenn mal etwas passiert. Klar, ihr dürft gerne mal die Hauptpfade verlassen. Aber es gibt Orte, an denen man sich eher bei Tageslicht aufhält.
Zwar ist nicht jede Ecke im Dunkeln gleichzeitig der gefährlichste Ort der Welt, aber wenn ihr euch unwohl fühlt, wird das wohl einen Grund haben 😉

b) Ghettos allgemein meidet

Besonders in Ghettos leben (ok, „leben“ ist da wohl übertrieben – sagen wir „existieren“) sehr arme Menschen, die von der restlichen Bevölkerung ausgeschlossen wurden und um das nackte Überleben kämpfen müssen. Da können Überfälle und Raubmorde wegen ein bisschen Geld für ein belegtes Brot nicht unüblich sein.

c) seine Wertsachen nicht jedem vor Augen führt

Das sollte wohl selbstverständlich sein: Wer seine Gucci-Handtasche dabei hat, mit der 5-Kilo-Goldkette herumspringt oder den teuren Armani-Anzug trägt, zeigt jedem, dass er Geld hat und bei ihm etwas zu holen ist.
Ich persönlich laufe auch auf Reisen genau so rum, wie ich auch daheim rumlaufe: Ganz normale Jeans, T-Shirt einer von mir favorisierten Band, Straßenschuhe und eventuell ne Jacke wenn´s kalt ist.

 

3. Aber ich habe immer noch Angst, zu verreisen!

Dann komme ich mal zum Abschluss mit einem schönen Fakt:

Im Vergleich zu Zeiten wie vor der Jahrtausendwende ist die Welt heute so friedlich wie noch nie zuvor. Es sterben viel weniger Menschen durch Gewalteinwirkung wie noch nie zuvor. Es gibt auch derzeit keine global übergreifende Kriege, dank moderner Technologie sind konventionelle Kriege auch nicht mehr nötig. Wir leben in Zeiten, in denen es für Hacker kein Problem ist, sogar den Strom abzustellen und somit ganze Landflächen lahm zu legen – am Ende viel effizienter, als eine Atombombe.

Leider ist es Fakt, dass unsere Medien trotzdem voll von Gewalttaten sind, ein klarer Kontrast zu der Aussage „die Welt ist friedlicher geworden“ – woran liegt das? Nun, früher gab es nicht Twitter, Facebook, etc – die Zeitungen mussten also erst recherchieren, und da wurde manches nicht so übertrieben breitgetreten wie heute. Heute kann man jede Behauptung schon innerhalb von Sekunden über die ganze Welt verbreiten – der Wahrheitsgehalt kann kaum geprüft werden.

Dazu kommt noch, dass wir Menschen einfach „sensationsgeil“ sind – da ist es auch egal, wenn es nur darum geht, dass in China ein Sack Reis umgefallen ist – oder in Hamburg der Spaten.

Und wer nun immer noch Angst hat, die weite Welt zu entdecken:

Die meisten tödlichen Unfälle geschehen im Haushalt.

Damit verabschiede ich mich für heute 😉

Bis bald,

euer Benji.

 

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